5 Minuten LesezeitVeröffentlicht am 5. September 2026Von Grischka Nimz & Jean-Michel Nimz
Was ein Baukasten wirklich kostet
Die Lizenz liegt bei 15 bis 40 Euro im Monat. Das ist der Teil, über den geredet wird. Der andere Teil ist Ihre Zeit.
Rechnen Sie für eine Seite, mit der Sie hinterher zufrieden sind, realistisch mit 25 bis 50 Stunden: Vorlage aussuchen, Struktur festlegen, Texte schreiben, Bilder zurechtschneiden, alles auf dem Handy nachbauen, Impressum und Datenschutzerklärung besorgen, und dann die Runde, in der Sie feststellen, dass die Startseite doch anders aufgebaut sein müsste.
Wenn Ihre Arbeitsstunde 60 Euro wert ist, sind das 1.500 bis 3.000 Euro – nur eben in Feierabenden bezahlt statt per Rechnung. Das kann trotzdem die richtige Entscheidung sein. Aber man sollte es wissen, bevor man anfängt.
Wann der Baukasten reicht
Ehrlich gesagt in mehr Fällen, als uns lieb sein kann. Nehmen Sie den Baukasten, wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:
- Ihre Seite ist eine VisitenkarteKunden kommen über Empfehlung, und die Website soll bestätigen, dass es Sie gibt. Dann muss sie hübsch und aktuell sein, mehr nicht.
- Sie haben Zeit und Spaß daranWer gern selbst schraubt, baut sich auch eine gute Seite. Und Sie lernen dabei, wie Ihr eigener Auftritt funktioniert – das ist mehr wert, als es klingt.
- Sie fangen gerade erst anWenn noch nicht feststeht, welche Leistung sich durchsetzt, ist eine schnelle Seite besser als eine perfekte. Ändern können Sie später immer noch.
Wann er anfängt zu bremsen
Es gibt einen Punkt, an dem der Baukasten von der Abkürzung zur Bremse wird. Meist an einem dieser Punkte:
- Sie wollen für mehrere Begriffe gefunden werdenEine Seite kann bei Google für ein Thema vorne stehen, nicht für sechs. Wer Elektroinstallation, Photovoltaik und Ladesäulen anbietet, braucht drei ordentliche Seiten – und ein sauberes Fundament darunter, das die meisten Baukästen nicht liefern.
- Die Seite wird langsamBaukästen laden viel mit, was Ihre Seite nicht braucht. Auf dem Handy im Funkloch entscheidet das darüber, ob jemand wartet oder zurückgeht.
- Sie brauchen etwas, das es nicht als Baustein gibtEine Terminbuchung, die zu Ihren Abläufen passt. Ein Kundenbereich. Eine Anbindung an Ihr Warenwirtschaftssystem. Ab hier hört der Baukasten auf und Software fängt an.
- Die Pflege bleibt liegenDas häufigste Ende: Die Seite ist gebaut, und dann kommt zwei Jahre nichts mehr. Öffnungszeiten von vorgestern, das alte Team, ein Angebot von 2024. Das schadet mehr als eine schlichte Seite.
Der Mittelweg, den kaum jemand nennt
Zwischen „alles selbst“ und „alles abgeben“ liegt die Variante, die für die meisten Betriebe die richtige ist: bauen lassen, pflegen selbst.
Das Fundament – Struktur, Technik, Geschwindigkeit, Suchmaschinen-Grundlagen, Rechtstexte – macht jemand, der das täglich tut. Die laufende Pflege machen Sie: Texte ändern, Bilder tauschen, eine Referenz ergänzen. Dafür gibt es eine Oberfläche, in der Sie nichts kaputt machen können.
Bei uns ist diese Oberfläche ab der Unternehmenswebsite (ab 2.990 €) dabei. Sie zahlen die Arbeit, die Sie nicht selbst machen können, und behalten die, die Ihnen niemand abnehmen sollte – denn niemand kennt Ihren Betrieb so gut wie Sie.
Was Sie in beiden Fällen selbst liefern müssen
Egal wie Sie sich entscheiden: Zwei Dinge kann Ihnen keine Agentur und kein Baukasten abnehmen.
Erstens Fotos. Echte Bilder von Ihrer Arbeit, Ihrem Team, Ihren Fahrzeugen schlagen jedes gekaufte Symbolbild – und man sieht den Unterschied sofort. Zweitens das Wissen darüber, was Ihre Kunden eigentlich fragen. Wir können Texte schreiben (ab 390 €), aber die Inhalte kommen aus einem Gespräch mit Ihnen. Aus dem Nichts entsteht nichts Gutes.
Wenn Sie unsicher sind: Fangen Sie mit dem Baukasten an. Sie verlieren wenig und lernen viel darüber, was Ihre Seite können muss. Und wenn Sie an die Grenze kommen, wissen Sie sehr genau, wofür Sie dann bezahlen.