6 Minuten LesezeitVeröffentlicht am 5. September 2026Von Grischka Nimz & Jean-Michel Nimz
Die kurze Antwort
Für einen kleinen Betrieb liegt eine ordentlich gebaute Website in Deutschland üblicherweise zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Nach unten und nach oben geht immer etwas – aber in dieser Spanne bewegt sich das, was ein Handwerksbetrieb, eine Praxis oder ein Dienstleister braucht.
Bei uns sieht das so aus:
- Eine Seite, ein ZielAlles Wichtige auf einer Seite, ein Kontaktformular, für Google vorbereitet – ab 1.490 €. Passt, wenn Sie eine Leistung anbieten und wollen, dass jemand anruft.
- Der vollständige AuftrittFünf bis acht Seiten, eigene Unterseite je Leistung, Referenzen, Team, Pflegeoberfläche – ab 2.990 €. Nötig, sobald Sie für mehr als einen Suchbegriff gefunden werden wollen.
- Wenn Kunden dort etwas erledigen sollenTermine buchen, Dokumente einsehen, Formulare einreichen – dann ist es keine Website mehr, sondern eine Anwendung: ab 6.900 €.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Ein Angebot wird nicht teurer, weil jemand mehr verlangt, sondern weil mehr Arbeit drinsteckt. Diese vier Punkte machen fast den ganzen Unterschied:
- UmfangJede zusätzliche Unterseite will aufgebaut, getextet und im Menü untergebracht werden. Bei uns kostet eine weitere Seite im bestehenden Aufbau ab 190 € – daran können Sie ablesen, was ein größerer Umfang wirklich ausmacht.
- Texte und BilderDer häufigste Grund, warum Projekte liegenbleiben. Wenn Sie Texte und Fotos liefern, kostet es nichts extra. Wenn wir die Texte schreiben, kommen ab 390 € dazu. Fotos macht ein Fotograf vor Ort meist besser als jede Agentur aus der Ferne.
- FunktionenEin Kontaktformular ist Standard. Eine Online-Terminbuchung, ein Kundenbereich oder eine Anbindung an Ihre Warenwirtschaft sind Software – und werden entsprechend berechnet.
- Technik unter der HaubeOb eine Seite in einer halben Sekunde lädt oder in vier, sieht man ihr nicht an – im Ranking und in der Absprungrate schon. Das ist Arbeit, die niemand sieht und die trotzdem im Preis steckt.
Was nach dem Start läuft
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft. Zwei Posten kommen dauerhaft dazu, und beide sollten in jedem Angebot stehen:
Domain und Server kosten bei einem seriösen Anbieter etwa 8 bis 15 Euro im Monat. Das zahlen Sie direkt dort, auf Ihren Namen – wenn eine Agentur das für Sie bündelt und nicht sagt, was es wirklich kostet, fragen Sie nach.
Dazu kommt die Betreuung: Updates, Sicherungen, ein Blick darauf, ob die Seite überhaupt noch erreichbar ist. Bei uns kostet sie ab 49 € / Monat. Sie können es auch selbst machen – nur „gar nicht machen“ ist keine Option.
Eine ungepflegte Website ist kein eingefrorener Zustand, sondern ein langsamer Verfall: veraltete Software wird zum Einfallstor, Formulare hören unbemerkt auf zu funktionieren, und irgendwann steht die Seite eine Woche offline, ohne dass es jemand merkt.
Warum die 500-Euro-Website oft teurer wird
Angebote unter 1.000 Euro gibt es, und manchmal sind sie in Ordnung. Häufiger sind sie eine Rechnung, die später kommt. Worauf Sie achten sollten:
- Das Abo dahinterViele Billiganbieter arbeiten mit einem Baukasten, dessen Lizenz Sie monatlich zahlen – 30 bis 60 Euro. Über fünf Jahre sind das 1.800 bis 3.600 Euro zusätzlich, und wenn Sie kündigen, ist die Seite weg.
- NachträgeDer niedrige Grundpreis deckt eine Vorlage ab. Alles, was davon abweicht, ist ein Nachtrag. Fragen Sie vorher, was ausdrücklich enthalten ist – nicht, was es kostet.
- Wem gehört die Seite?Bekommen Sie die Zugänge und den Quellcode, oder mieten Sie? Bei uns gehen die Nutzungsrechte mit der letzten Zahlung auf Sie über, Domain und Server laufen ohnehin auf Ihren Namen. Wenn Sie uns eines Tages nicht mehr brauchen, ziehen Sie nichts um.
Wann Sie weniger brauchen, als Sie denken
Nicht jeder Betrieb braucht eine große Website. Wenn Sie über Empfehlungen ausgelastet sind und die Seite nur zeigen soll, dass es Sie gibt, reicht eine gute Einzelseite völlig. Wer hauptsächlich lokal gefunden werden will, holt außerdem aus einem gepflegten Google-Unternehmensprofil oft mehr heraus als aus zwei zusätzlichen Unterseiten – und das kostet nichts.
Wir sagen das auch im Gespräch, wenn es zutrifft. Ein Angebot, das jemand später bereut, nützt uns nichts.